Einsatz von Photovoltaikanlagen in der Praxis: Solarbrücke und Solarbunker in Emden

Photovoltaik Module
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Um Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung installieren zu können, braucht man eigentlich nichts weiter als Flächen, die der Sonne ausgesetzt sind.

Aus diesem Grunde findet man in privaten Haushalten (wie im Artikel zur Solarthermie / Photovoltaik geschildert) die meisten Photovoltaikanlagen auch dem Hausdäch oder an den Seitenwänden. Sofern die nötigen Flächen zur Verfügung stehen (etwa auf freien Feldern), können PV-Anlagen auch direkt am Erdboden platziert werden.

Mit etwas Phantasie finden sich allerdings auch eher ungewöhnliche Orte zur Installation von Photovoltaikanlagen.

Installation von
Photovoltaikanlagen

Bei der Installation von PV-Anlagen an derartigen Orten werden die Solarmodule nicht selten, neben der Erzeugung von elektrischem Strom, zusätzlich noch zu einem anderen Zweck installiert.

Diesbezüglich bietet die Stadt Emden in Niedersachsen gleich zwei Beispiele, die nicht unbedingt zu den gewöhnlichsten Photovoltaikanlagen zählen dürften:

Die Solarbrücke

Solarbrücke Emden
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Im Sommer 2003 musste an einer Autobahnbrücke der A31 in der Stadt Emden eine Lärmschutzwand gebaut werden.

Um neben dem Zwecke des Lärmschutzes zusätzlich auch noch sauberen ökostrom produzieren zu können, wurde diese Wand an der Südseite mit Solarmodulen bestückt.

Durch die Installation dieser Solarmodule können jährlich etwa 32.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden, wodurch rund 32 Tonnen weniger an Kohlendioxid anfallen.

Der Solarbunker

Solarbunker Emden
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Da die Stadt Emden aufgrund der im Hafen stationierten U-Boote im zweiten Weltkrieg für die alliierten Streitmächte ein strategisch wichtiges Angriffsziel war, wurde die Stadt auch überdurchschnittlich häufig bombardiert. Deshalb entstanden damals auch sehr viele Luftschutzbunker, um die Bevölkerung Emdens zu schützen.

Viele dieser Bunker gibt es auch heute noch. Leider sind diese Betonklötze nicht sonderlich förderlich für das Stadtbild Emdens. Um hier etwas Abhilfe zu schaffen wurde ein Bunker, der sich direkt im Zentrum Emdens befindet, mit Solarmodulen verkleidet.

Auf diese Weise konnte der Bunker im Vergleich zum Urzustand optisch aufgewertet werden und zudem werden jährlich noch rund 13.000 Kilowattstunden an "sauberem" Strom erzeugt.

 

Die oben dargestellten Anwendungsbeispiele für die Installation von Solarmodulen an ungewöhnlichen Orten, wurden im übrigen beide im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes: "Sonne, Wind und me(h)r" realisiert, welches zum Zwecke der Entwicklung von regenerativen Energieformen Anfang dieses Jahrhunderts gestartet wurde.

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Zusammenfassung

PV-Anlagen gibt es nur auf Hausdächern? Weit gefehlt. Hier finden Sie zwei eher ungewöhnliche Beispiele für den Einsatz von Solarmodulen in der Praxis

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